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    VOLKSWAGEN

    Die Volkswagen Aktiengesellschaft (abgekürzt VW AG) mit Sitz in Wolfsburg ist ein deutscher Automobilhersteller. Volkswagen ist der größte europäische Automobilhersteller und hält weltweit zusammen mit Toyota und General Motors die Spitzenplätze.[3] Das Unternehmen wurde am 28. Mai 1937 als Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH gegründet und war damit von maßgeblicher Bedeutung für die Gründung der Stadt Wolfsburg. Die VW AG agiert als Muttergesellschaft der Fahrzeugmarken Volkswagen Pkw, Audi, Seat und Škoda sowie der Premiummarken Bentley, Bugatti, Ducati (Motorräder), Lamborghini und Porsche.[4] 2007 bis 2011 erweiterte der Konzern auch seine Nutzfahrzeugsparte (Lkw und Busse) mit der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge um die Unternehmen MAN und Scania.

    Das operative Geschäft der VW AG gliedert sich in die drei industriellen Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Omnibusse sowie Power Engineering (Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetriebe, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsysteme). Im Segment Finanzdienstleistungen sind die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, die Versicherungen und das Flottengeschäft zusammengefasst.

    Ursprung des Konzerns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Ursprung des heutigen Konzerns ist die Entwicklung eines Volkswagens durch Ferdinand Porsche. Zur Produktion des Autos wurde von der nationalsozialistischen OrganisationKraft durch Freude“ am 28. Mai 1937 in Berlin die Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH (Gezuvor) gegründet. Anfang 1938 begann zunächst der Bau des „“Vorwerkes Braunschweig, gefolgt vom eigentlichen Volkswagenwerk bei Fallersleben, durch das die später Wolfsburg genannte Stadt entstand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen von der Militärverwaltung der Britischen Besatzungszone unter dem Namen Wolfsburg Motor Works weiterbetrieben.

    Am 22. August 1960 wurde die Volkswagenwerk G.m.b.H., die sich nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Besitz des Landes Niedersachsen befand, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Auf Beschluss der Hauptversammlung 1985 ist der Name des Unternehmens seitdem Volkswagen AG. Neben dem Automobil- und Motorradsektor gehören auch Finanz- und Logistikdienstleistungen sowie eine kleine Lebensmittelsparte zum Volkswagen-Konzern. Die Marke Volkswagen wird vom VW-Verwaltungshochhaus in Wolfsburg aus geleitet, der Konzern von einem anliegenden Bürokomplex.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Am 8. März 1934 forderte Adolf Hitler bei der Eröffnung der 24. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin den Bau eines Wagens für breite Schichten der Bevölkerung.[5] Es schwebte ihm die Konstruktion eines Autos vor, das als „autobahnfest“ eine Dauergeschwindigkeit von 100 km/h halten kann, mit vier Sitzen für Familien geeignet ist, sparsam im Verbrauch ist und vor allem unter 1000 Reichsmark kostet.

     

    KdF-Wagen auf einer Reichsautobahn, Januar 1943

    Ferdinand Porsche, der in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb, erhielt am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag zum Bau eines Prototyps. Die um die Beurteilung der Machbarkeit befragten deutschen Automobilfirmen bezweifelten, dass der Volkswagen zu Hitlers Wunschpreis von weniger als 1000 RM zu realisieren sei. Schon andere Fahrzeugkonzepte zuvor, die bereits den Begriff Volkswagen nutzten, konnten aufgrund zu hoher Materialkosten und – mangels rationeller Fertigungsmethoden – zu hoher Produktionskosten nicht zu einem „volkstümlichen“ Preis angeboten werden. So hatte auf der oben erwähnten Automobilausstellung auch Josef Ganz einen Volkswagen mit dem Namen Maikäfer präsentiert.

    Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht des Leiters der DAF Robert Ley die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) mit Sitz in Berlin-Grunewald, Taubertstraße 4, gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „KdF-Wagen(KdF = Kraft durch Freude) werden. Sie finanzierte den Aufbau des Volkswagenwerkes vor allem aus dem Verkauf des 1933 beschlagnahmten Gewerkschaftsvermögens. Die spätere Produktion wurde nach einem von der DAF entwickelten Konzept vorfinanziert, dem zufolge die künftigen Käufer des Volkswagens Vorauszahlungen zu leisten hatten.

    Der Kaufpreis von 990 RM wurde in Raten von 5 RM angespart und mit Sparmarken auf einer Sparkarte quittiert. Allerdings ergaben 1939 die kalkulierten Kosten einen Verlust von 1080 RM für jedes auszuliefernde Fahrzeug.[6]

     

    26. Mai 1938: Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes durch Reichskanzler Adolf Hitler, vorn rechts Ferdinand Porsche

    Nach einer Bereisung durch den Geschäftsführer Bodo Lafferentz wurde der Standort des Werkes mehr oder weniger zufällig im ländlich geprägten und dünn besiedelten Gebiet bei der Gemeinde Fallersleben nahe dem Schloss Wolfsburg mit dem dortigen Gutshof gefunden. Die ersten Planskizzen mit Angaben der ungefähren Größe der Produktionshallen und der technischen Grundausstattung fertigte der Diplomingenieur Fritz Kuntze im Sommer 1937. Als Vorbild der Werksplanung diente das damals modernste Automobilwerk River-Rouge der Ford Motor Company in Dearborn.[7] Mit der Planung und Bauleitung der Werksanlagen wurden die Architekten Emil Rudolf Mewes und Karl Kohlbecker sowie die Architektengemeinschaft Fritz Schupp und Martin Kremmer gemeinschaftlich beauftragt.[8] Die 1938 neu gegründete „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ (ab 1945 Wolfsburg) wurde von dem Architekten Peter Koller geplant (siehe Koller-Plan). Der Standort im Urstromtal der Aller in der geografischen Mitte des Reiches bot verkehrsgünstige Anbindungen durch

  • Von besonderer Bedeutung für die Standortwahl war zusätzlich die Tatsache, dass das gesamte ausgewählte Gelände dem Grafen von der Schulenburg, Schlossherr von Wolfsburg, gehörte. Dadurch wurde der Landerwerb bedeutend einfacher.
  • Allerdings musste der Autobahnanschluss erst gebaut und eine Verbindung zur Berlin-Lehrter Eisenbahn geschaffen werden. Daneben war eine ausreichende Infrastruktur zur Elektrizitäts- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation zu errichten.

    Da Ferdinand Porsche seinen Volkswagen in einer komplett neu erbauten Fabrik produzieren konnte, war es ihm möglich, das Produkt und seine Produktionsanlagen optimal aufeinander abzustimmen. So wurde die Zahl der zu pressenden Blechteile durch eine optimierte Formgebung (möglichst große Einzelbleche) reduziert. Die konsequente ßFliebandfertigung orientierte sich an Beispielen von Ford in Detroit, deren Produktionsmethoden Porsche auf einer USA-Reise studierte.

    Die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH wurde 1938 in Volkswagenwerk G.m.b.H. umbenannt. Der Firmensitz war jetzt im Haus der Deutschen Arbeitsfront in der Knesebeckstraße 48/49, Berlin W15 (Charlottenburg).[9] Ferdinand Porsche wurde Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der neuen GmbH. Dem Aufbau des Werkes bei Fallersleben als modernste Automobilfabrik Europas galt in den folgenden Jahren sein ganzes Engagement. In die Zeit 1937/1938 fällt auch die Entstehung des Volkswagen-Logos aus den beiden in einem Rad übereinander gestellten Buchstaben V und W. Dieses Firmenzeichen wurde von ßFranz Xaver Reimspie und Hans Martin Freyer entwickelt.

     

    Der im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich produzierte üKbelwagen

    Im Herbst 1939 war der Rohbau der Produktionshallen fertig. Zu einer planmäßigen Produktion des KdF-Wagens (geplant waren 150.000/Jahr) kam es aber nicht mehr, denn es fehlten Spezialwerkzeugmaschinen, weil sich die Wirtschaft auf den Krieg vorbereiten musste. Der für die Produktion benötigte Stahl sollte größtenteils aus der „Stadt der öHermann-Gring-Werke“ (Salzgitter) geliefert werden. KdF-Wagen, auf die viele Menschen gespart hatten, wurden nie ausgeliefert; stattdessen wurde die Technik, die Porsche mitentwickelt hatte, im üKbelwagen und Schwimmwagen für die Wehrmacht verwendet. Wenige Limousinen wurden für hochrangige Persönlichkeiten während des Krieges hergestellt. Auch wurden für die Wehrmacht spezielle Fahrzeuge mit der Käfer-Karosserie und den Fahrgestellen vom Kübel- bzw. Schwimmwagen in wenigen hunderten Stück zur Erprobung und für den Einsatz montiert.

    Zweiter Weltkrieg, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Volkswagenwerk auf die Produktion von Rüstungsgütern, unter anderem auch die Vergeltungswaffe V1, umgestellt. Dies organisierte vor allem Porsches Schwiegersohn ëAnton Pich, der ab 1941 Werksleiter und einer der drei Hauptgeschäftsführer war. Von 1940 bis 1945 mussten dazu etwa 20.000 Menschen im Volkswagen-Werk Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangene und Insassen von Konzentrationslagern. 1942 wurde eigens das KZ Arbeitsdorf angelegt, das allerdings Ende des Jahres wieder geschlossen wurde.

    Am 10. April 1945 begab sich Anton Piëch mit 10 Millionen RM unter dem Vorwand der Verlegung der Konzernleitung über Neudek nach Zell am See, wo die Familie Porsche ein Anwesen besaß. Das Geld sollte für die Auslagerung eines Betriebsteils des Volkswagenwerkes von Neudek in das Allgäu verwendet werden, was aber nicht mehr möglich war. Die Gelder dienten der Finanzierung der Porsche KG. Bis November 1945 handelte Anton Piëch als Geschäftsführer der Volkswagenwerk G.m.b.H. und beglich Rechnungen der Porsche KG.[10] Anton Piëch war Vater des späteren Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch. Die FAZ schrieb am 12. November 2006: „Porsche-Piëch und VW, das ist eine uralte Beziehungskiste. Der Einstieg des kleinen Sportwagenbauers Porsche beim größten Autohersteller auf dem europäischen Kontinent war in gewisser Weise der materielle Vollzug einer Verbindung, die schon immer da war.“[11]

    Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     

    Die Konzernzentrale in Wolfsburg (links)

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die Zuständigkeit für das Volkswagenwerk auf die äMilitrregierung der britischen Besatzungszone über, die nach der Umbenennung der Stadt des Kdf-Wagens bei Fallersleben am 26. Mai 1945 in Wolfsburg das Werk ab Mitte Juni 1945 als „Wolfsburg Motor Works“ weiter betrieb. 20 Prozent der Werksbauten waren zerstört, 93 Prozent der Maschinenausrüstung befand sich noch in verwendungsfähigem Zustand.[12]

    1945 wurde der erste äKfer in Serie produziert, aber in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Werkes sowie des „Käfers“ ungewiss. Erst danach erhielten das Unternehmen und seine Produkte offiziell die Bezeichnung „Volkswagen“. Sowohl eine Demontage des Werkes als auch eine Weiterführung der Käferproduktion in anderen Ländern waren mögliche Optionen. Unter anderem waren die britische Firma Humber sowie Ford am VW-Werk interessiert. Aufgrund falscher Markteinschätzung, der Nähe zur sowjetischen Besatzungszone sowie einer vernichtenden technischen Bewertung des VW-Käfers durch einen britischen Untersuchungsbericht gaben alle Interessenten jedoch ihre Absichten zum Kauf des VW-Werkes auf.

    In besagtem Untersuchungsbericht wurde der Käfer als eine nicht nachahmungswürdige Konstruktion beurteilt, die angeblich nicht den Anforderungen genügte, die man zur damaligen Zeit an Kleinwagen stellen musste.

    Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der britische Major Ivan Hirst, der zusammen mit dem deutschen Management dafür sorgte, dass die Produktion anlief. Die deutsche Werksleitung bestand unter anderem aus dem Berliner Industrieanwalt üHermann Mnch, der zunächst als äTreuhnder mit dem Wiederaufbau des Werkes beauftragt war und nach der Ablösung von Rudolf Brörmann am 17. Juni 1946 zum Generaldirektor sowie zum Haupttreuhänder berufen wurde. Anfangs wurde nur die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt. Ab 1946 konnte der VW mit Bezugsschein zum Preis von 5000 Reichsmark auch privat gekauft werden.[13] Auf Initiative von Hirst wurde ein Kundendienst- und Vertriebssystem – auch im Ausland – aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Hirst empfahl schließlich Heinrich Nordhoff, bis Kriegsende Leiter des Opelwerks Brandenburg, als Nachfolger Münchs einzusetzen. 1948 wurde Nordhoff Generaldirektor.

    1949 übergab die britische Militärregierung das Unternehmen in die Treuhandschaft des Landes Niedersachsen; verbunden mit der Auflage, die Eigentümerrechte gemeinsam mit dem Bund auszuüben und den anderen Bundesländern sowie den Gewerkschaften großen Einfluss einzuräumen.[14] Das Unternehmen wurde von da an als Volkswagenwerk G.m.b.H. geführt.

    Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.

    1955 wurde in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.

     

    Unter Denkmalschutz:[15] Altes Kraftwerk mit VW-Emblem im Volkswagenwerk Wolfsburg

    Der Deutsche Bundestag beschloss am 17. März 1960, das in staatlicher Hand befindliche Unternehmen überwiegend zu privatisieren. Die Volkswagenwerk G.m.b.H. wurde in der Folge am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, teilprivatisiert und hieß nunmehr „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“. 60 Prozent des VW-Stammkapitals wurden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM an Privatpersonen ausgegeben mit einem Erlös von umgerechnet circa 500 Millionen Euro. Je 20 Prozent der Anteile behielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40 Prozent Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen 1961 zur Förderung der Wissenschaft die Stiftung Volkswagenwerk als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das sogenannte VW-Gesetz vom 21. Juli 1960, das nicht nur die Privatisierung regelt, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weiter sichern soll. Es besagt, dass kein Anteilseigner mehr als 20 Prozent an Stimmrechten ausüben darf. Damit werden Üfeindliche bernahmen oder äSperrminoritten verhindert.

    1962 beschäftigte der Gesamtkonzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM. 1962 kam es zu einem Streik italienischer Arbeiter, einem der ersten von Gastarbeitern in der Bundesrepublik überhaupt.[16][17]

    Im Oktober 1964 übernahm die Volkswagenwerk AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sicherte den Wolfsburgern neue Technologien, wie die üWasserkhlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem wieder aufgegriffenen Markennamen Audi hatte Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wurde.

    Nach dem Tode von Heinrich Nordhoff im April 1968 wurde Kurt Lotz Vorstandsvorsitzender von VW.

    1969 wurde das äTestgelnde Ehra-Lessien nördlich von Wolfsburg eingeweiht, auf dem Fahrzeuge aller Konzernmarken getestet werden.

    1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mit dem von NSU entwickelten K 70 brachte Volkswagen 1970 erstmals ein Fahrzeug mit Frontmotor, Frontantrieb und üWasserkhlung auf den Markt und markierte damit einen Umbruch in der VW-Geschichte.

     

    Rudolf Leiding, von 1971 bis 1975 VW-Vorstandsvorsitzender

    Im September 1971 trat Lotz zurück und Rudolf Leiding wurde VW-Vorstandsvorsitzender.

    1972 waren 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.

    Volkswagen wurde 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löste der äVW Kfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. Im Jahr 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Millionen gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegte den vierten Platz. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter demselben Namen laufen.

     

    Der Passat B1 (1973) in der damals noch nicht sehr weit verbreiteten Variant-Version

    VW war Anfang der 1970er Jahre in wirtschaftliche Probleme geraten: Die Käfer-Nachfrage ging stetig zurück und die auf dem gleichen Konzept basierenden größeren Modelle VW 1500/1600 und VW 411/412 konnten keinen Ausgleich mehr bieten. Als Retter erwies sich die Mitte der 1960er Jahre von Daimler-Benz an VW verkaufte Auto Union GmbH in Ingolstadt (ab 1969 Audi NSU Auto Union AG): Mit Verwendung von Motor- und Fahrwerkskomponenten der Tochterfirma gelang es in kurzer Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm anzubieten.

    Abgesehen vom 1970 vorgestellten und noch von NSU entwickelten VW K 70 war der ab Mai 1973 produzierte Passat der erste Vertreter der wassergekühlten Frontantriebs-Modelle. Er war mit dem 1972 eingeführten Audi 80 fast identisch. Im Frühjahr 1974 erschien der Scirocco und im Sommer 1974 folgte der Golf, der sich schnell zum umsatzstärksten VW-Modell entwickelte. 1975 erschien der Polo, der mit dem bereits 1974 eingeführten Audi 50 fast identisch war.

    Gefertigt wurde nach dem Baukastenprinzip, das durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freisetzte. Nachteilig war, dass sich nun VW- und Audi-Modelle sehr ähnelten. Um Kapazitäten für das gut laufende Modell Passat freizubekommen, wurde 1978 die Produktion des „Käfers“ vom Werk Emden in das Werk Puebla (Mexiko) verlagert, wo das Symbol des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ noch bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für ein nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.

     

    üToni Schmcker leitete den VW-Konzern von 1975 bis 1982

    Am 10. Februar 1975 trat üToni Schmcker den Posten des VW-Vorstandsvorsitzenden an. Unter Schmücker wurden Pläne zur Ausweitung des Konzerns durch Hereinnahme neuer Marken und der Erschließung neuer Marktsegmente geschmiedet. Kauf oder Beteiligung an einem Nutzfahrzeughersteller standen im Raum. Auch die Hinzunahme weiterer Pkw-Marken wurde nicht ausgeschlossen. Die Überlegungen forderten eine neue Konzernstruktur, mit einer Holding an der Spitze und nachgelagerten Marken bzw. Tochterunternehmen.

    In den firmeninternen Debatten konkurrierte das „Ford-Modell“ mit dem „GM-Modell“. Ford hatte eine starke Marke, die zugleich als Konzernspitze diente. Darunter lagen eher schwächere Marken wie Lincoln und Mercury. General Motors hatte eine pure Konzernspitze, mit daruntergelagerten Fahrzeugmarken wie Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Holden, Opel, Pontiac, und Vauxhall. Dies ließ weitere Freiheiten für markenübergreifende Unternehmen, wie GM Performance Parts, GM Goodwrench, GM Powertrain, GMAC Financial Services und später GM OnStar zu.

    Das konsequentere GM-Modell wurde bei Volkswagen zunächst favorisiert. Es wurde nach Namen für die Holding gesucht, wobei auch Auto Union Gegenstand der Überlegungen war. Letztlich wollte sich die Führungsspitze doch nicht von dem VW-Logo über dem Wolfsburger Verwaltungshochhaus trennen. Es wurde beschlossen, zunächst die gemeinsame Volkswagen- und Audi-Vertriebsorganisation (fusioniert seit Anfang der 1970er Jahre) unter einen neuen Namen zu stellen. Tochterunternehmen wie Bank oder Leasing sollten denselben Namen bekommen.

     

    Logo der Vertriebsorganisation für Audi und VW in den 1970/80er Jahren. Design: Wolff Olins, London

    Im Jahre 1978 schuf man unter dem Namen V.A.G– aus Symmetriegründen mit nur zwei Punkten, als Wortmarke auch V·A·G – eine gemeinsame Vertriebsplattform für die beiden Marken Audi und Volkswagen. Die Händlerbetriebe bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Die VW Kredit Bank wurde im gleichen Jahr in V.A.G Kredit Bank umbenannt. Die Leasing-Tochter änderte ihren Namen in V.A.G Leasing.

    Die Bedeutung der drei Buchstaben wurde nie von Volkswagen aufgelöst. Gängige Deutungen waren „Volkswagen-Audi-Gemeinschaft“ oder „Volkswagen Audi-Gruppe“ – was auch den Sinn der Firmierung widerspiegelt. Andere Meinungen gehen von „Volkswagen AG“ aus, was allerdings im Widerspruch zur damaligen Firmierung – Volkswagenwerk AG (bis 1985) – gestanden hätte.

    Die Intention der neuen V.A.G-Vertriebsorganisation ging von großen „Autohäusern“ aus, in denen viele Automarken und Dienstleistungen im Bereich Mobilität angeboten werden sollten. Die Vision nahm die Auto Malls, die sich in den USA in den 1990er Jahren und später auch in Europa entwickelten, vorweg. Der Begriff „V.A.G-Partner“ setzte sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 wieder. An V.A.G erinnern heute noch die Sonderwerkzeuge und Testgeräte, wie das VAG 1551.

    Nach der IAA 1975 hob VW im September 1975 einen bis dahin bestehenden Einstellungsstop auf und bot nun 2750 neue Arbeitsplätze an.[18]

    Im Jahr 1977 kam es zu einem bemerkenswerten Handel mit dem „VE Außenhandel Transportmaschinen Export und Import“ in der DDR. Volkswagen lieferte 10.000 Golf in die DDR. Am 13. Januar 1978 rollte der erste Zug mit 200 Fahrzeugen über die innerdeutsche Grenze. Im Gegenzug lieferte die DDR Pressen, Werkzeugmaschinen und einen Projektor von Carl Zeiss Jena für das Planetarium Wolfsburg, den VW der Stadt Wolfsburg zum vierzigsten Jahrestag der Stadtgründung 1978 schenkte.[19]

    In den USA eröffnete VW als erster ausländischer Kraftfahrzeugproduzent am 10. April 1978 in Westmoreland (Pennsylvania) ein Autowerk. Dort wurde die US-Version des VW Golf unter dem Namen „Rabbit“ im CKD-Verfahren aus zugelieferten Teilen montiert.

    1980er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Ab 1982 leitete Carl H. Hahn die Gesellschaft. Der Sohn von Carl Hahn senior, einer der Mitbegründer der Auto Union, war von 1958 bis 1965 Jahren Präsident von Volkswagen of America (VoA) und baute dort das Überseegeschäft auf. Nachdem Hahn jun. zehn Jahre als Vorstandsvorsitzender der Continental AG tätig war, übernahm er 1982 den Vorsitz der VW-AG. Unter seiner Führung wurde VW zum „Global Player“ im wahrsten Sinn. 1986 übernahm die Volkswagen AG die Mehrheit von Seat, 1991 wurde Škoda Auto dazugekauft und Škoda Auto Deutschland als Vertretung dieser Marke in Deutschland gegründet.

     

    Globaler Stratege: Carl Horst Hahn, von 1982 bis 1993 VW-Vorstandsvorsitzender

    In der Volksrepublik China, heute größter Automarkt[20] und größter Autoproduzent der Welt, bewies Hahn früh Weitblick. Im Oktober 1984 wurde mit der Shanghai Tractor Automobile Corporation (STAC), Vorläufer der SAIC-Gruppe, mit der China National Automotive Industry Corporation (CNAIC) und der Bank of China ein Vertrag über die Produktion des VW Santana in der VR China unterzeichnet. Die erste Montagestraße lief im Oktober 1985 an.[21] Mitte der 2010er Jahre ist China der größte Absatzmarkt des Unternehmens.[22]

    Die Einführung des VW Golf II brachte den Beginn neuer Fertigungsmethoden mit sich (z. B. der Einsatz von Industrierobotern). Bekannt wurde das neue Fertigungsverfahren unter dem Begriff „Halle 54“, bezogen auf eine Produktionshalle am Standort Wolfsburg, die nach neuesten Gesichtspunkten des Computer-integrated manufacturing (CIM) ausgerüstet war. Im Nachhinein wurde das Verfahren jedoch in vielen Punkten wieder eingestellt, da sich zeigte, dass eine menschenleere Produktion nicht funktionierte. Unter anderem machten der Instandhaltungsaufwand und die Ausfallzeiten die Einsparungen durch weniger Personal zunichte.

    Die Hauptversammlung beschloss 1985 die Umfirmierung von Volkswagenwerk AG in Volkswagen AG.

    1986 fiel das Unternehmen einem groß angelegten Devisenschwindel zum Opfer. Volkswagens Chefdevisenhändler Burkhard Junger veruntreute zusammen mit dem Frankfurter Devisenhändler Hans-Joachim Schmidt 480 Millionen Mark.[23] Beide wurden zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Weitere Mitarbeiter der Devisenabteilung gingen ebenfalls ins Gefängnis.

    Am 24. März 1988 begann die Bundesregierung (Kabinett Kohl III) über ein Konsortium von Banken, ihren restlichen 16-Prozent-Anteil an der Volkswagen AG zu verkaufen.

    Aufgrund des Vorstandsentscheids vom November 1987 wurde das US-Werk in Westmoreland (Pennsylvania) im Juli 1988 geschlossen. Die Kapazitätsauslastung überzeugte nicht mehr und ein Auflaufen weiterer Verluste sollte gestoppt werden. Die Baulichkeiten übernahm im Oktober 1990 der Bundesstaat Pennsylvania.[24]

    1990er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     

    Retro-Erfolg: Der New Beetle

     

    Porsches Erbe: Ferdinand Karl Piëch, von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

    1992 wurde das gemeinsame Vertriebsnetz von Volkswagen und Audi, das seit 1978 unter der Bezeichnung V.A.G. bekannt war, wieder aufgeteilt, um den beiden Marken ein profilierteres und eigenständigeres Image zu verleihen. Seitdem werden Volkswagen- und Audi-Fahrzeuge getrennt vertrieben.

    Am 1. Januar 1993 übernahm ëFerdinand Pich, ein Enkel von Ferdinand Porsche, den Vorsitz im Vorstand der Volkswagen AG.

    Kurz nach seinem Amtsantritt holte Piëch im April 1993 éóJos Ignacio Lpez und sieben seiner Mitarbeiter, u. a. den jetzigen Konzernvorstand Beschaffung, íFrancisco Javier Garca Sanz[25], von General Motors nach Wolfsburg. Lopéz übernahm den neuen Vorstandsbereich „Produktionsoptimierung und Beschaffung.“ Zusammen mit Lopez wurde die Fertigung auf Just-in-time-Produktion umgestellt und die sogenannte „Fertigungstiefe“ verringert. Das Ziel war, die Investitionen für Produktivitätszuwächse vor allem den Zulieferern aufzubürden. Im Mai 1993 wurde Lopéz von seinem ehemaligen Arbeitgeber Industriespionage vorgeworfen.[26] Opel und General Motors erstatteten Strafanzeige gegen die neuen VW-Mitarbeiter. Parallel wurde in den USA eine Klage erhoben auf Grundlage des RICO-Acts, einem ursprünglich zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens geschaffenen Gesetz, wovon auch Piëch betroffen war. Nach dreieinhalb Jahren wurde im Dezember 1996 die Anklageschrift veröffentlicht. López trat Ende 1996 auf Piëchs Drängen zurück, bekam aber von VW das bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit 1998 fällige Gehalt von insgesamt 4 Mio. DM.[27] Die Klage von GM wurde unter Vermittlung von Bundeskanzler Helmut Kohl und äUS-Prsident Bill Clinton mit einem am 9. Januar 1997 geschlossenen Vergleich zurückgezogen. VW zahlte 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz an GM und bezog für eine Milliarde US-$ Bauteile von GM.[28][29] Der „López-Effekt“ sorgte für eine schmerzhafte Konzentration in der Zulieferindustrie und machte durch geringere Teilequalität dem Konzern noch lange mit hohen äGewhrleistungskosten zu schaffen.

    Der 1995 vorgestellte VW Sharan war der erste erfolgreiche Versuch von VW, sich auch im Markt der Nischenfahrzeuge zu etablieren und am damals boomenden Markt der Vans zu partizipieren. Der Sharan wurde mit kleinen Änderungen auch als Alhambra von Seat angeboten. Für die Entwicklung und Produktion wurde eine strategische Allianz mit Ford geschlossen, wo der Wagen als Ford Galaxy auf den Markt kam. Für den Bau der drei Modelle wurde Anfang der 1990er Jahre von Ford und VW als Joint Venture in Palmela (Portugal) die Gesellschaft Autoeuropa – Automóveis Ltda. gegründet, die seit Anfang 1999 als VW Autoeuropa im Alleinbesitz von VW ist. Aus Portugal kommen auch der Scirocco III und der Eos. Bis Februar 2006 baute VW den Galaxy im Auftrag von Ford in Palmela, seitdem produziert Ford den Galaxy in Belgien.

    Im Jahre 1998 präsentierte VW in den Vereinigten Staaten den VW New Beetle. Das als sogenanntes „Fun-Car“ positionierte Fahrzeug wurde mit seiner markanten Karosserie im Retro-Design vor allem auf dem US-Markt ein Erfolg.

    Mit Einführung der Vier-Tage-Woche für die Beschäftigten von Volkswagen beschritten Vorstand (u. a. Peter Hartz), Betriebsrat und IG Metall 1994 einen neuen Weg zur Standort- und Beschäftigungssicherung.

     

    Markenrecht verhindert Übernahme: Logo von Rolls-Royce

    Nach dem Übernahmepoker zwischen der Volkswagen AG und BMW um den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce entschieden sich die Aktionäre des Mutterkonzerns Vickers am 5. Juni 1998 für das Angebot des VW-Konzerns in Höhe von 1,3 Milliarden DM. Dabei wurde entweder übersehen oder ignoriert, dass die Markenrechte von Rolls-Royce im Fall einer Übernahme an den Markeninhaber, den Turbinenhersteller Rolls-Royce Plc. zurückgingen. Rolls-Royce kooperierte im Turbinensektor mit BMW.[30] Im Jahr 2002 gab VW Rolls-Royce an BMW ab, um sich auf die Produktion der anderen Luxusmarke Bentley zu konzentrieren.

    Im Jahr 1999 brachte VW mit dem Lupo 3L TDI das erste Dreiliterauto auf den Markt. Dafür erhielt VW von den Umweltverbänden viel Anerkennung, das kleine Fahrzeug hatte aber keinen nennenswerten Markterfolg. In Dresden legte Volkswagen im gleichen Jahr den Grundstein für die äGlserne Manufaktur, in der der Phaeton endmontiert wird.

    2000er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Volkswagen-Konzern eröffnete 2000 die in Wolfsburg erbaute „Autostadt“, ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum kombiniert mit einem Freizeitpark. In der Autostadt können Kunden ihren Neuwagen abholen, ein Automobilmuseum besuchen und sich über die Produktpalette des Konzerns in verschiedenen Markenpavillons informieren.

    Das 2002 vorgestellte „Ein-Liter-Auto“ erhob Anspruch auf die üTechnologiefhrerschaft der Volkswagen AG bei sparsamen Fahrzeugen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Konzeptstudie aber nicht in der vorgestellten Form umgesetzt.

    Bernd Pischetsrieder übernahm 2002 von Ferdinand Piëch den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Pischetsrieder war während der Rolls-Royce-Übernahme Piëchs Widersacher bei BMW. Er verließ BMW 1999 und wechselte als Seat-Chef zum Volkswagen-Konzern.

    2004 geriet Volkswagen unter wirtschaftlichen Druck. Der Konzern erlitt im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent. Der Vorstand kündigte eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens an, um in Zusammenarbeit mit der Belegschaft die Kosten zu senken und die deutschen Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger zu machen.

    Als Gründe für die Unternehmenskrise galten vor allem die hohen Löhne und Produktionskosten bei VW. Nach eigenen Angaben hatte VW elf Prozent höhere Personalkosten als der Durchschnitt der anderen deutschen Automobilproduzenten. Dies führte zu vergleichsweise hohen Produktionskosten für die Fahrzeuge des Konzerns. Kritiker nannten zudem die hohen Dividendenausschüttungen von circa 336 Millionen Euro jährlich (durch 320,3 Millionen Stammaktien zu je einer Dividende von 1,05 Euro) an die Stammaktionäre, zu hohe Managergehälter und Abfindungen als Gründe für die hohen Kosten.

    Die 2003 vorgestellte fünfte Generation des Golf hatte 2004 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Der im Vergleich zum Golf IV identische Einstiegspreis passte nicht zur schlechten Konjunktursituation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung in Deutschland. Zudem verstärkte sich 2004 der Preiskampf in der Automobilbranche weiter. Um den Absatz zu steigern, entschied sich der Konzern für eine in der VW-Modellgeschichte einzigartige Rabattaktion, die „Jubiläumsaktion 30 Jahre Golf“ genannt wurde. Alle Golf-V-Käufer erhielten bis zum September 2004 die Klimaanlage gratis dazu.

    Im gleichen Jahr enttäuschten die Verkaufszahlen des Modells Phaeton. Daraufhin wurden 2005 und 2006 freie Kapazitäten in der Gläsernen Manufaktur mit der Produktion des britischen Bentley Continental Flying Spur ausgelastet.

    Im Herbst 2005 wurde Porsche mit einem Anteil von 20 % größter Aktionär bei VW. Die Übernahme der Anteile kostete Porsche rund 3 Milliarden Euro, die aus dem Betriebsvermögen stammen. Als Hauptgrund für den Einstieg wird die Verhinderung einer Üfeindlichen bernahme von VW benannt, die dann die Zusammenarbeit mit VW beeinträchtigen könne. Der von Porsche an VW gehaltene Aktienbesitz stieg über 30 %, so dass Porsche allen VW-Aktienbesitzern ein Übernahmeangebot unterbreiten musste. Das geschah am 28. März 2007, jedoch wurden pro Stammaktie nur 100,92 Euro geboten, was weit unter dem damals aktuellen Aktienkurs von circa 112 Euro lag. Damals ließ Porsche verlauten, keine industrielle Führerschaft bei VW anzustreben. Ab diesem Zeitpunkt waren jedoch keine weiteren Formalien wie Pflichtübernahmeangebote oder Ähnliches mehr vonnöten, wenn Porsche noch weitere Anteile an VW kaufen sollte.

    Im Frühjahr 2005 wurde die neue Generation des Passat, des zweitwichtigsten Modells der Marke VW, vorgestellt. Die zweite wichtige Neuerscheinung in diesem Jahr war der VW Fox, der den Lupo ablöste und in Brasilien gebaut wird. Die Verkaufszahlen des Passat entsprachen den Erwartungen. Bei einigen Modellen zeigten sich Qualitätsprobleme, ausgelöst auch durch den weitverbreiteten Einbau empfindlicher Elektronik.

    Im Sommer 2005 erschütterte eine äKorruptionsaffre den Konzern. Interne Verfehlungen einzelner Mitarbeiter (Luxusreisen und Bordellbesuche der Betriebsräte auf Firmenkosten usw.) machten Schlagzeilen. Das Modell des Zusammenwirkens von Betriebsrat, Gewerkschaften, Vorstand und Landesregierung im Aufsichtsrat des Konzerns geriet daraufhin in öffentliche Kritik. Das Rücktrittsgesuch des VW-Personalchefs Peter Hartz, auch als Namensgeber der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung bekannt, in dessen Verantwortungsbereich die Verfehlungen fielen, wurde vom VW-Management angenommen.

    Auch im Sommer 2006 sorgte Volkswagen für ein nationales Medieninteresse. Durch die geplante Rekonstruierung strich der Konzern seinen Arbeitnehmern die viertägige 28,8-Stunden-Woche und verlängerte diese auf 35 Stunden ohne Erhöhung der öäLhne und Gehlter. Im gleichen Zug wurde aufgrund konzernweiter Streiks die Vertrauensgleitzeit eingeführt, zudem wurden nach Verhandlungen mit der IG Metall übetriebsbedingte Kndigungen bis 2011 ausgeschlossen.[31][32]

    Im Oktober 2006 legte Volkswagen den Grundstein für ein neues Automobilwerk in Russland, in dem ein auf den dortigen Markt zugeschnittenes Modell gefertigt werden soll.

     

    Winterkorn im März 2015

    Im November 2006 wurde überraschend ein Wechsel an der Konzernspitze angekündigt. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. November 2006 trat Martin Winterkorn am 1. Januar 2007 die Nachfolge von VW-Chef Bernd Pischetsrieder als Vorstandschef von VW an. Winterkorn war unter Piëch Entwicklungsvorstand bei Volkswagen und führte seit 2003 die Erfolgsserie der VW-Tochter Audi fort. Winterkorns erste Aufgabe war, die Kernmarke VW wieder profitabel zu machen und sie insbesondere auf dem Heimatmarkt Europa wieder in die Gewinnzone zurückzuführen sowie den gesamten Konzern im globalen Wettbewerb zu stärken. Als treibende Kraft für die Ablösung Pischetsrieders wird der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Vorstandsvorsitzende ëFerdinand Pich vermutet.

    Ebenfalls im November 2006 erhöhte die Porsche AG ihren Anteil an VW auf 27,4 % und hat diesen Anteil am 26. März 2007 auf 30,9 % ausgebaut.[33] Damit wurde Porsche mit Abstand größter Anteilseigner vor dem Land Niedersachsen mit 20,20 %. Porsche sprach sich zudem gegen das VW-Gesetz aus und beanspruchte entsprechend seinen Anteilen Sitze im Aufsichtsrat. Am 23. Oktober 2007 wurde mit Urteil des Europäischen Gerichtshofs das VW-Gesetz für europarechtswidrig erklärt.

    Im Juli 2008 verkündete Volkswagen die Eröffnung eines Werkes in Chattanooga, im US-Bundesstaat Tennessee. Mit dem Bau wurde 2009 begonnen. Das Werk, in dem mit rund 2000 Arbeitern jährlich 150.000 Fahrzeuge vom Typ Passat produziert werden sollten, wurde am 24. Mai 2011 von Martin Winterkorn eröffnet.[34] Damit errichtete Volkswagen in den USA erneut eine Produktionsstätte, nachdem im Juli 1988 das Werk in Westmoreland geschlossen worden war. Die neue Produktionsstätte mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar liegt im Enterprise South Industrial Park, rund 20 km nordöstlich von Chattanoogas Innenstadt.

    Im August 2008 verkündete die Volkswagen AG, dass das Unternehmen zum ersten Mal „in die Top Drei der weltweit größten Automobilhersteller“ aufgestiegen ist.[35] Das Unternehmen berichtete: „Mit 3,31 Millionen Fahrzeugen, die im ersten Halbjahr 2008 ausgeliefert wurden, steigerte der Volkswagen Konzern seinen Absatz im ersten Halbjahr 2008 um 7,2 %. Damit stiegen die Wolfsburger im weltweiten Absatzranking um einen Platz an die dritte Stelle, vorbei an Konkurrent Ford, der im Berechnungszeitraum nach eigenen Angaben 3,22 Millionen Fahrzeuge verkaufte.“

    Am 16. September 2008 verkündete die Porsche Automobil Holding SE die Erhöhung des Anteils an der Volkswagen AG auf 35,14 %.[36] Somit war die Volkswagen AG nun nach § 2 Abs. 6 ÜWpG ein Tochterunternehmen.[37]

    Da sich Porsche teilweise auch über Optionen 74,1 % der VW-Aktien gesichert hatte[38] und 20 % vom Land Niedersachsen gehalten werden, kam es zu einer starken Verknappung von VW-Aktien, so dass Spekulanten, die umfangreiche äLeerverkufe von VW-Aktien getätigt hatten, in eine Klemme gerieten (sogenannte short Squeeze).[39] Zeitweise überschritt die VW-Aktie am 28. Oktober 2008 die 1000-Euro-Marke, wodurch die Volkswagen AG nach Marktkapitalisierung kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt war.[40]

    Am 5. Januar 2009 gab Porsche bekannt, nun 50,76 % der Volkswagen-Stammaktien zu halten und damit Mehrheitseigner der Volkswagen AG zu sein. Am 6. Mai 2009 folgte die Pressemitteilung der Porsche Automobil Holding SE, die Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns mit der Volkswagen AG anzustreben.[41] Finanzierungsprobleme bei den Bankkrediten zwangen Porsche – Medienberichten zufolge – die geplante Übernahme aufzugeben.[42]

    Am 9. Dezember 2009 vereinbarten die Volkswagen AG und die Suzuki Motor Corp. eine Allianz. Am 15. Januar 2010 zahlte Volkswagen 2,4 Milliarden US-Dollar für eine 19,9-%-Beteiligung an Suzuki. Suzuki kaufte für eine Milliarde US-Dollar Aktien der Volkswagen AG und erhielt damit 1,5 % der Anteile. Suzuki-Vorstandsvorsitzender Osamo Suzuki schloss weitergehende Beteiligungen vorerst aus.[43] Im September 2011 ließ der Suzuki-Konzern jedoch verlauten, dass er an einer engeren Zusammenarbeit nicht mehr interessiert sei und forderte VW auf, seine Suzuki-Anteile zu verkaufen.[44]

    2010er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Am 25. Mai 2010 übernahm die Volkswagen AG Giorgio Giugiaros Italdesign. 90,1 % der Aktien wurden vom Audi-AG-Tochterunternehmen Lamborghini Holding S.p.A. übernommen.[45] Giugiaro entwarf bereits die Karosserien der ersten Generation von Golf, Scirocco, Passat und Audi 80.

     

    Präsentation des VW e-load up! bei der Eröffnung der Ausstellung „Hannover aufgeladen!“ am 10. Februar 2015 im Historischen Museum Hannover
    (v.l.: Raimund Nowak, Professor üJrgen Leohold, Olaf Lies und Stefan Schostok)

    Bei der Präsentation des Serienfahrzeugs VW up! auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt im September 2011 kritisierte Greenpeace die Modellpolitik des Konzerns. Die Umweltschutzorganisation beanstandete den Kraftstoffverbrauch des Kleinstwagens als zu hoch im Vergleich zu den BlueMotion-Modellen Polo und Golf; VW habe als größter europäischer Automobilhersteller eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz.[46]

    Im Jahr 2011 erwarb der VW-Konzern die Mehrheit an MAN und 2012 – über die Konzerntochter Audi – die Motorradmarke Ducati.[47] Zum 1. August 2012 übernahm die Volkswagen AG die restlichen Anteile an der Porsche AG von der Porsche Automobil Holding. Dieser Schritt wurde nötig, da die geplante Fusion mit der Porsche-Holding Ende 2011 gescheitert war. Die Porsche Automobil Holding erhielt 4,46 Milliarden Euro sowie eine Volkswagen-Stammaktie. Dieses Verfahren gilt im Steuerrecht als interne Umstrukturierung.[48]

    Seit 2012 tritt das Unternehmen mit überarbeitetem Firmenlogo auf.[49]

    Die VW AG meldete für das erste Halbjahr 2013 einen Gewinn von rund 4,8 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 98,7 Milliarden Euro. Letzteres ist ein Plus von 3,5 Prozent.[50][51]

    Am 26. September 2015 hat die Porsche Automobil Holding den 1,5-%-Anteil von Suzuki zu einem ungenannten Preis übernommen und damit ihren Anteil an Volkswagen-Stammaktien auf 52,2 % erhöht, der Anteil am gezeichneten Kapital erhöht sich auf 32,4 %.[52]

    Ende Oktober 2015 unterzeichnete die Volkswagen AG eine strategische Partnerschaft mit der chinesischen Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), die künftig weltweit den Autokonzern mit Bankdienstleistungen versorgen soll.[53]

    Herbert Diess, der VW-Markenchef, sagte, dass der geplante Umbau seines Unternehmens etwa zwei Autogenerationen (≈ 14 Jahre) dauern werde. Nach dem VW-Abgasskandal versucht das Unternehmen, die Antriebstechnik seiner Flotte, die hauptsächlich auf Verbrennungsmotoren basiert, durch Elektromotoren zu substituieren. Das Augenmerk geht dabei in Richtung des Akkus, was einen Kostenanteil von 30–50 % des Fahrzeugwertes ausmachen soll.[54]

    Manipulation von Abgastests 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    →? Hauptartikel: VW-Abgasskandal

    Am 20. September 2015 gestand Volkswagen, in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) bei seinen Fahrzeugen mit Dieselmotoren in einigen Abgastests Ergebnisse mit verbotener Regelungssoftware manipuliert zu haben. Die Aktien der Volkswagen AG verloren daraufhin am ersten Handelstag bis zu 23 % ihres Wertes.[55] Volkswagen stoppte den Verkauf vieler Dieselfahrzeuge in den Vereinigten Staaten. Die US-amerikanische Verkehrsbehörde leitete daraufhin ein Verfahren ein. Volkswagen sollen Geldstrafen von bis zu 18 Milliarden US-Dollar drohen.

    Am 22. September 2015 räumte VW ein, die manipulierte Software sei in weiteren Fahrzeugen auch außerhalb der Vereinigten Staaten vorhanden und habe in weltweit etwa elf Millionen Fahrzeugen Auswirkungen auf die Prüfstandswerte. VW gab auch aufgrund der notwendigen Finanzrückstellungen eine Gewinnwarnung heraus, die den Aktienkurs um weitere rund 20 % einbrechen ließ.[56][57]

    Am 23. September trat der bis dahin amtierende Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG Martin Winterkorn zurück.[58][59]

    Im ersten Halbjahr 2016 betrug das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen 7,5 Milliarden Euro und nach Sondereinflüssen 5,3 Milliarden Euro.[60]

    Ein im November 2016 vorgestellter Reformplan sieht den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen bei VW bis Ende 2025 vor, davon sollen allein in Deutschland bis zu 23.000 Stellen bei der Kernmarke Volkswagen wegfallen. Zugleich sollen 9.000 neue Jobs geschaffen und 3,5 Milliarden Euro in die Zukunftsfähigkeit investiert werden.[61]

    Als 2017 die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Wirksamkeit der Umrüstung überprüft hat wurde sie von VW auf Unterlassung verklagt. Dabei hatte die DUH einen Wert von 602 Milligramm pro Kilometer ermittelt. Der Grenzwert liegt bei 180 Milligramm. Dabei bestreitet VW die Messungen der DUH nicht. Vielmehr verweisen sie darauf, dass VW die Werte im Labor ermittelt hat, was VW als ausreichend erachtet. [62]

    Entschädigungsfonds[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Volkswagen profitierte wie mehrere andere bekannte deutsche Unternehmen, etwa Daimler AG oder Siemens, während der Zeit des Nationalsozialismus von tausenden Zwangsarbeitern, weigerte sich aber jahrelang, nach Ende des Zweiten Weltkrieges entsprechende Entschädigungszahlungen zu leisten.[63] Erst über fünfzig Jahre später, am 7. Juli 1998, gab Volkswagen nach langwierigen Verhandlungen mit der Bundesregierung zunehmendem internationalen Druck nach und richtete eine private humanitäre Stiftung in Höhe von 20 Millionen DM ein (Gewinn der Volkswagen AG 1999: 845 Mio. DM[64]), aus deren Fonds bis Ende 2001 lediglich etwa 2000 der ursprünglich rund 20.000 ehemaligen Zwangsarbeiter in 26 Staaten eine Entschädigung erhielten.

    Im Werk Wolfsburg befindet sich eine „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerkes“.[65]

    Arbeitsmarktpolitisch begründete Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wolfsburg AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Als 1998 die Arbeitslosigkeit rapide anstieg, legte VW der Stadt Wolfsburg ein Konzept vor, das eine Zukunftsperspektive für den Wirtschaftsstandort Wolfsburg aufzeigte. Das 1999 von der Stadt Wolfsburg und VW gegründete Gemeinschaftsunternehmen Wolfsburg AG, eine Public Private Partnership, setzt das Konzept um. Ihr Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit von etwa 18 Prozent (Stand 1997) in der Region zu halbieren und neue Wirtschaftsfelder zu erschließen.

    Auto 5000 GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Auto 5000 GmbH wurde im August 2001 gegründet und baute als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG den Kompakt-Van Touran sowie den Kompakt-SUV Tiguan. Die Gesellschaft wurde gegründet, um den Standort Deutschland als Produktionsstätte zu erhalten und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. 3500 direkte Mitarbeiter waren bei der Auto 5000 GmbH beschäftigt.

    Seit dem 1. Januar 2009 wurden ein Großteil der Auto-5000-Mitarbeiter in ein Arbeitsverhältnis der Volkswagen AG übernommen. Der Produktionsbereich der Auto 5000 GmbH wird nunmehr Fertigungsbereich 2 genannt. Derzeitiger Geschäftsführer ist Jens Herrmann (Werksleiter Wolfsburg).

    Volkswagen und die deutsche Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    VW verpflichtete 1998 auf Empfehlung von Peter Hartz den ehemaligen saarländischen Wirtschaftsminister und Juristen Reinhold Kopp als „Beauftragten des Vorstandes für Regierungsbeziehungen“. Zwei Jahre später wurde er zum Generalbevollmächtigten ernannt und leitete in dieser Funktion die Außenbeziehungen des Konzerns. Der Ex-VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder hatte angekündigt, dass der Automobilkonzern im Januar 2005 eine Liste von Mandatsträgern vorlegen will, die europaweit für Volkswagen tätig geworden sind. Der SPD-Bundestagsabgeordnete üHans-Jrgen Uhl sowie zwei niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete legten Lobbyarbeit für den Konzern offen, darunter der damalige Wolfsburger Bürgermeister Ingolf Viereck.

     

     

                                          Quelle: Wikipedia

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